PFAS in der Bauwirtschaft: Bauenschweiz veröffentlich Orientierung zu Entwicklung und Handlungsfeldern

19. Oktober 2026

Der Dachverband Bauenschweiz hat ein neues Faktenblatt zur PFAS-Thematik veröffentlicht. Es stützt sich auf einen fachlichen Austausch mit Prof. Dr. Michael Burkhardt (Ostschweizer Fachhochschule) und zeigt auf, wie sich das Thema in der Schweiz weiterentwickelt und wo die zentralen Handlungsfelder für die Bauwirtschaft liegen. Ziel ist eine sachliche Einordnung ohne Alarmismus.

Der politische und regulatorische Druck auf PFAS wird weiter zunehmen. Der Bund verfolgt mit einem Aktionsplan die Eindämmung der Verbreitung. Dabei zeichnet sich ein Wechsel vom unrealistischen Ziel «PFAS-frei» hin zu «PFAS-arm» auf Basis von Grenzwerten ab. Für die Bauwirtschaft rückt damit der gesamte Lebenszyklus von Gebäuden und Infrastrukturen in den Fokus. In der Nutzungsphase betrifft das die Auswaschung bei Fassaden, Dächern und Hydrophobierungen sowie Beschichtungen und Anstriche im Innenbereich. Am Ende des Lebenszyklus geht es um Aushub, Deponie und Entsorgung. Hier leistet die Branche bereits heute wichtige Beiträge, etwa über Bodenwaschanlagen und die sichere Entsorgung in Zementwerken.

Die Kernbotschaften bleiben gültig. Bauherrschaften sollen auf unrealistische Pauschalverbote verzichten. Das Thema soll auf Projekten früh und partnerschaftlich zwischen Bauherrschaft, Planung und Unternehmen angegangen werden. Für die Ausschreibung liegt ein praxisorientierter Lösungsvorschlag auf Basis konkreter NPK-Positionen vor. Entwicklung Schweiz unterstützt diesen lösungsorientierten Ansatz.

Faktenblatt Bauenschweiz

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